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Das Spiel Mikado ist ein aus Japan stammendes Spiel. Es wird mit mehreren Holzstäbchen gespielt. Die Holzstäbchen sind farblich markiert. Die farbliche Markierung der Mikadostäbchen zeigt den Wert der Stäbchen an. Das Mikadostäbchen mit dem höchsten Wert, nämlich 20 Punkte, wird als ‘Mikado’ bezeichnet. Daher stammt auch der Name des Spiels.

 

Die Geschichte des Spiels geht auf die Wahrsagemethode Chien Tung zurück. Dabei wurde anhand von zufällig geworfener Stäbchen die Zukunft vorhergesagt. Diese Methode der Wahrsagerei stammt aus dem Buddhismus und dient als Vorreiter des uns heute bekannten Mikadospiels.

 

Ziel des Spiels ist es natürlich, die meisten Punkte zu erhalten. Dies ist aber nur durch ein ruhiges Händchen und ein gewisses Maß an Geschicklichkeit möglich:
Zu Beginn des Spiels werden alle Stäbchen in eine Hand genommen. Sie werden mit der zweiten Hand leicht verdreht. Anschließend werden sie fallen gelassen, sodass ein willkürlicher Wirrwarr aus Mikadostäbchen entsteht. Die Aufgabe der Spieler besteht nun darin, die einzelnen Stäbchen aus dem Wirrwarr zu befreien. Doch dies ist nicht ganz ohne einen Haken möglich. Denn bei dem Versuch, ein Stäbchen aus dem Haufen zu ziehen, darf sich kein anderes Stäbchen bewegen. Ist ein Mikadostäbchen erfolgreich aus dem Wirrwarr gezogen worden, kann es derjenige Spieler, der an der Reihe ist, weiter versuchen. Erst wenn ein anderes Stäbchen bewegt wird, ist der nächste Spieler am Zuge. Zum Schluss werden anhand der farblichen Markierungen die Werte der Stäbchen jedes Spielers zusammengerechnet und derjenige Spieler mit den meisten Punkten hat gewonnen.

 

Scherzhaft wird das Mikadospiel auch als Beamtenspiel bezeichnet. Denn durch ein Vorurteil wird Beamten nachgesagt, dass sie während der Arbeit sehr reglos zu sein scheinen. Aus diesem Grund wird auch häufig vom ‘Beamtenmikado’ gesprochen - wer sich zuerst bewegt, verliert!