Kuchen bei Hauterkrankung: Immer mit der Ruhe

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Ein Kuchen bei Hauterkrankung (bei Kindern und bei Erwachsenen gleichermaßen) kann ungeahnte Folgen nach sich ziehen. Eine Hauterkrankung ist für ein Kind immer nur so schlimm, wie sie für das Umfeld ist. Wenn zum Beispiel eine Neurodermitis vorliegt und das Kind aber gut auf seine Medikamente eingestellt ist, kommt es im Alltag in der Regel sehr gut klar. Wichtig ist aber, dass auf die Ernährung sowie auf mögliche weitere Auslöser für einen Schub bei der Erkrankung geachtet wird. Gerade bei Kindergeburtstagen kann es schwer werden, eine ungetrübte Partystimmung mit der Berücksichtigung der Besonderheiten Ihres Kindes zu vereinbaren.

Was können Sie als Eltern tun?

Information ist alles und es ist daher nötig, die Hauterkrankung mit allen Beteiligten abzusprechen. Reden Sie mit Erziehern und Lehrern sowie mit den Eltern der Kinder, mit denen Ihr Nachwuchs häufig zu tun hat. Informieren Sie über die Hauterkrankung und darüber, dass Ihr Kind keine Sonderbehandlung benötigt. Wenn auf die Ernährung geachtet wird, kann Ihr Kind an sämtlichen Aktivitäten teilnehmen und muss nirgends ausgeschlossen werden. Geben Sie daher sowohl in Kindergarten und Schule als auch zu den Eltern des Kindes, bei dem eine Geburtstagsfeier oder ein anderes Treffen stattfinden soll, eine Liste mit schädlichen Lebensmitteln. Nennen Sie hier auch Alternativen und überreichen Sie diese Liste vor allem rechtzeitig! Nur so verhindern Sie Stress bei den Eltern und Erziehern. Wichtig ist des Weiteren, dass Sie eine Art Notfalltäschchen in Kindergarten und Schule deponieren bzw. dieses Ihrem Kind mitgeben, wenn es auswärts zu Besuch ist. In dieses Täschchen legen Sie Medikamente, die im Notfall eingesetzt werden können. Allen voran ist hier eine Creme zu nennen, die den Juckreiz lindert, denn gerade dieser ist bei einer Hauterkrankung das schwerwiegendste Problem, aus dem sich andere Schwierigkeiten ergeben.

Kuchen bei Hauterkrankung eines Kindergeburtstags-Gastes: (K)Eine gute Idee?

Zu einem Kindergeburtstag gehören Kuchen und Süßigkeiten einfach dazu. Wann sonst dürfen die Kinder einmal naschen und sich ungesund ernähren, ohne dass die Eltern gesundheitliche Beeinträchtigungen befürchten? Damit auch das Kind mit einer Hauterkrankung Kuchen essen darf, sollte dieser auf die wichtigsten Auslöser der Neurodermitis oder einer anderen Erkrankung verzichten. In der Regel sind es Hühnerei, Soja, Kuhmilch und Weizen, die für einen Schub sorgen. Wird nun ein Kuchen gebacken, der auch für Menschen mit einer Zöliakie geeignet ist, so kann dies oftmals schon ausreichend sein. Natürlich wissen Sie, worauf Sie bei dem Kuchen achten müssen – doch andere wissen das nicht. Sprechen Sie mit dem Veranstalter, wenn eine Feier auswärts stattfinden soll und wählen Sie gemeinsam die Speisen unter dem Gesichtspunkt der Hauterkrankung aus. Reden Sie mit den Eltern der Kinder, die Geburtstag feiern, und bieten Sie an, für Alternativen bzw. zusätzliche Kuchen zu sorgen. Findet die Feier bei Ihnen selbst statt, können Sie natürlich geeignete Kuchen und Süßigkeiten bereitstellen, sodass die kleinen Gäste beruhigt essen können und Ihr Kind nicht zum Außenseiter wird. Gerade dies ist nämlich ein häufiges Problem, was wiederum für psychischen Stress beim Kind und damit für einen erneuten Schub der Hauterkrankung sorgt.


Bildnachweis: © Fotolia – cirodelia

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Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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